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Vysehrad
Auf einem steil über dem rechten Moldauufer aufragenden Felsen trohnt die sagenumwobene Burg Vysehrad und ist heute ein fester Bestandteil der Prager Landschaft.
Der Legende nach sind die Wurzeln Prags und Tschechiens hier zu finden, da die Fürstentochter Libuse hier die ersten Herrscher der Premysliden eingesetzt haben soll. Im Areal befinden sich die romanische St.-Martin-Rotunde aus dem 11. Jahrhundert, die gotische St.-Peter-und-Paul-Kirche, unterirdische Kasematten, in denen die Originale einiger Barockstatuen von der Karlsbrücke aufbewahrt werden, und der Friedhof von Vysehrad, der als Begräbnisstätte bedeutender Persönlichkeiten der tschechischen Nation dient, mit einer gemeinsamen Ehrengruft - dem Slavin.Die Existenz der Burg ist seit dem 10. Jahrhundert belegt. Die wohl schon im 10. Jahrhundert als zweite Prager Burg neben dem Hradschin gegründete Festungsanlage ist erst ab der Regierungszeit König Vratislav (1061-92) historisch nachweisbar. König Vratislav ließ den St. Peter-und-Paul-Stift gründen (gleichzeitig diente sie als Grabkirche, in der vier premyslidische Herzöge bestattet worden sind), sowie die St.-Martins-Rotunde bauen, heute das älteste erhaltene Baudenkmal Prags. Karl IV. ließ den Vysehrad dann zu einer steinernen Festung umbauen, allerdings wurde der Königsbezirk während der Hussitenkriege zerstört.

St. Peter und Paul - Ihre fast 1000jährige Geschichte kann die weithin sichtbare Kirche nicht hinter der neogothsichen Fassade verbergen. Romanische Mauern und der Steinsarkopharg deuten auf die Anfangszeit des Gebäudes hin. Die Seitenschiffe mit den Kapellen sind aus der Zeit Karls IV., ebenso wie das Marien-Tafelbild. Der Glockenturm ist aus der Barockzeit. Die beiden charakteristischen Türme und der größte Teil des Interieurs sind erst im letzten Jahrhundert hinzugefügt worden.
Im Norden der Kirche befindet sich der Ehrenfriedhof. Vyšehrad hat für die Tschechen eine große historische und mythologische Bedeutung; aus diesem Grund wurde dieses Gebiet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in eine Begräbnisstätte bedeutendster Persönlichkeiten der Nation umgewandelt. Auf dem Friedhof von Vyšehrad sind mehr als 600 Persönlichkeiten des tschechischen Kultur- und Bildungslebens beerdigt, zum Beispiel Karel Capek, Karel Hynek Macha, Jan Neruda, Bozena Nemcova, Antonin Chittussi, Antonin Dvorak, Bedrich Smetana, Jan Ev. Purkyne, Alfons Mucha, J. V. Myslbek, Ema Destinnova usw. Im östlichen Teil des Friedhofsgeländes befindet sich das im Jahre 1890 errichtete gemeinsame Grabmal der verdientesten Persönlichkeiten der tschechischen Nation.
Zum absoluten Highlight für Besucher macht den Vysehrad seine nach wie vor mystische Atmosphäre, unterschiedlichste kulturelle Programme sowie die beeindruckende Ruhe in den Parks. Auf jeden Fall sollte man sich nicht den Blick über die Moldau auf die Prager Burg und die Kleinseite entgehen lassen.
Mehrere Informationen : : http://www.praha-vysehrad.cz

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